Kosten

Die Kosten sind gesetzlich geregelt. Somit können Mindestkosten auch im Voraus ausgerechnet werden.

Grundsätzlich entstehen bei einer Scheidung folgende Kosten:

  • Anwaltsgebühren (nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz - RVG)
  • Gerichtsgebühren (nach dem Gerichtskostengesetz - GKG)

Die Kosten für die anwältliche Erstberatung lassen sich folgendermassen berechnen

0,00 Euro - wenn Sie bereits eine Rechtsschutzversicherung haben

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, werden die Kosten der Erstberatung von Ihrer Versicherung getragen.

Bei Vorlage Ihrer Versicherungsscheinnummer kümmere ich mich gerne um die Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung.

10,00 Euro - wenn Sie einen Beratungshilfeschein haben

Wenn Sie kein hinreichendes Einkommen haben, können Sie bei dem Amtsgericht (an ihrem Wohnsitz) für die Tätigkeit eines Rechtsanwalts einen Beratungshilfeschein beantragen. In diesem Fall haben Sie nur 10,00 € als Selbstbeteiligung zu zahlen. Gemäß § 34 Abs. 1 S. 3 RVG darf ein Rechtsanwalt für ein erstes Beratungsgespräch höchstens 226,10 € (inkl. Mehrwertsteuer) abrechnen.

ab 69,00 Euro - in allen anderen Fällen

Bei mir kostet eine persönliche Erstberatung ab 69,00 € (für einfach gelagerte Fälle)
Bei komplexeren Sachverhalten können die Kosten bis auf maximal 190,00 € steigern.

Zu der Erstberatung gehören auch spätere Nachfragen (telefonisch oder per Email).

Der Preis richtet sich also nicht nach der aufgewendeten Zeit und bleibt gleich.

Eine Abrechnung nach einer individuellen Vergütungvereinbarung ist auch möglich (dies kann für Gutverdiener oder für Scheidungen mit ungewissem Ausgang interessant sein).

Bei den Kosten für ein gerichtliches Verfahren gilt folgendes:

Bei der Scheidung richten sich die Kosten nach dem Gegenstandswert („Streitwert“) und sind gesetzlich geregelt. (Die Kosten sind damit vom Nettoeinkommen der Eheleute abhängig sowie von der Höhe des Unterhalts und des Zugewinnausgleichs)

Wenn die Eheleute sich einig sind, ist die Scheidung oft mit einem einzelnen Anwalt möglich. In diesem Fall kann man fast die Hälfte der Kosten sparen.

Personen mit geringerem Einkommen können für das gerichtliche Verfahren Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe) beantragen.
Hierfür kann ich Ihnen ein entsprechendes Formular geben, das von Ihnen auszufüllen ist. Alles weitere (die Antragstellung) kann ich selbst veranlassen.

Im Detail kann das Kostenrecht sehr kompliziert sein. Ich hoffe aber, Ihnen mit diesem Überblick geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung